Grundstücksgröße für den Bungalow: Wie viel Fläche wird wirklich benötigt?

Ein Bungalow verspricht komfortables Wohnen auf einer Ebene – doch dieser Vorteil kommt mit einem besonderen Anspruch: die richtige Grundstücksgröße. Weil alle Räume nebeneinander angeordnet sind, benötigt ein Bungalow eine größere Grundfläche als ein zweigeschossiges Haus gleicher Wohnfläche. Bauinteressierte – ob Familien, Paare, Senioren oder vorausschauende Singles – stehen daher vor der Frage: Wie viel Fläche muss ein Grundstück wirklich haben, damit der Traum-Bungalow optimal darauf Platz findet? In diesem Ratgeber beleuchten wir praxisnah und ausführlich, welche Grundstücksgröße für einen Bungalow benötigt wird, welche Faktoren den Flächenbedarf beeinflussen und wie du dein Bungalow-Grundstück planen kannst.

Zudem geben wir Tipps zur optimalen Grundstücksplanung (von Ausrichtung bis Privatsphäre) und betrachten regionale Unterschiede – etwa in Wittenberg, Leipzig oder Potsdam. Am Ende weißt du, worauf es ankommt, um für deinen Bungalow das optimale Baugrundstück zu finden.

Warum die Grundstücksgröße beim Bungalow so wichtig ist

Wer einen Bungalow bauen möchte, sollte frühzeitig die Grundstücksfrage klären. Warum braucht ein Bungalow oft ein größeres Grundstück? Ganz einfach: Ein gewöhnliches Einfamilienhaus mit z.B. 120 m² Wohnfläche verteilt diese auf zwei Etagen (z.B. 60 m² Grundfläche pro Etage). Ein Bungalow mit 120 m² Wohnfläche hingegen muss die gesamte Wohnfläche auf der Bodenplatte unterbringen – also 120 m² Grundfläche auf einer Ebene. Damit ist die bebaute Fläche beim Bungalow meist deutlich größer als bei einem vergleichbaren Haus mit zwei Stockwerken. Zusätzlich kommen Terrasse, Wege und eventuell Garage hinzu, die ebenfalls Platz auf dem Grundstück beanspruchen. Die Konsequenz: Das Grundstück für einen Bungalow muss großzügiger bemessen sein, damit Haus und Außenbereich genügend Raum haben.

Diese Besonderheit wirkt sich in mehrfacher Hinsicht aus: Zum einen schlägt sich die größere benötigte Fläche in den Grundstückskosten nieder. Zum anderen ergeben sich bestimmte planerische Anforderungen, etwa bei den Abstandsflächen (Mindestabstand des Hauses zur Grundstücksgrenze) oder der Anordnung von Garten und Zufahrt. Dennoch gibt es eine gute Nachricht: Zwar erfordert ein Bungalow einen größeren Grund und mehr Dachfläche, doch führt das nicht automatisch zu höheren Baukosten. Im Gegenteil – dank einfacher, ebenerdiger Konstruktion kann der Hausbau eines Bungalows oft günstiger ausfallen als der eines mehrstöckigen Hauses. Die Entscheidung für den Bungalow trifft man schließlich aus Überzeugung: Wohnen auf einer Ebene ohne Hindernisse, was sich für junge Familien ebenso wie für Senioren lohnt. Damit dieser Wohntraum Realität wird, ist es jedoch entscheidend, ein passendes Grundstück zu finden.

Typische Bungalow-Größen und empfohlene Grundstücksflächen

Bungalow ist nicht gleich Bungalow – je nach Lebenssituation und Wunsch gibt es unterschiedliche Größenkategorien. Im Folgenden stellen wir typische Bungalow-Typen vor und geben grobe Empfehlungen, wie groß das Grundstück jeweils sein sollte:

Kleinere Bungalows um 70 bis 90 Quadratmeter Wohnfläche eignen sich ideal für Paare, Singles oder Senioren, die barrierefrei wohnen möchten. Obwohl kompakte Bungalows weniger Wohnfläche haben, brauchen sie trotzdem ein ausreichend großes Grundstück. Rechnet man mit einer Wohnfläche von z.B. 80 m² und beachtet die übliche Grundflächenzahl (GRZ) von 0,4, ergibt sich allein für das Haus eine Mindestgrundstücksgröße von ca. 200 m². In der Praxis empfiehlt es sich aber, mehr Fläche einzuplanen. Denn neben der reinen Hausfläche werden auch Terrasse, Gartenwege, Carport/Garage und eine Zufahrt Platz beanspruchen. Unser Beispiel: Bei 80 m² Wohnfläche und vielleicht 20 m² zusätzlicher bebauter Fläche (für Terrasse oder einen kleinen Anbau) wären schon 100 m² Bebauungsfläche erreicht. Mit GRZ 0,4 bräuchte man dafür ein Grundstück von rund 250 m² und hätte dann noch kaum Garten übrig. Wer also einen kompakten Bungalow bauen will und Wert auf etwas Garten und Stellfläche legt, sollte eher 300 bis 400 m² Grundstück anvisieren. Auf dieser Fläche lässt sich ein kleiner Bungalow mit Terrasse und Stellplatz realisieren, ohne dass das Grundstück zu voll wirkt.

Tipp: Auch für kleine Bungalows gilt es, den Bebauungsplan der Gemeinde zu prüfen. In manchen Neubaugebieten gibt es Mindestgrundstücksgrößen oder Einschränkungen, wo überall gebaut werden darf. Und in reinen Reihenhaus-Gebieten sind einzeln stehende Bungalows mit großem Flächenbedarf unter Umständen gar nicht zulässig. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Wunsch-Baugrund zur Bauweise Bungalow passt.

Die meisten Bauherren planen einen Bungalow in dieser mittleren Größenordnung, der genug Platz für eine Familie mit 3-4 Personen bietet. Familien-Bungalows mit etwa 110, 120 oder 130 m² Wohnfläche benötigen bereits eine merklich größere Grundstücksfläche. Hier rechnet man oft mit mindestens 500 m² Grundstück, je nach Bebauungsdichte. Experten empfehlen beispielsweise, für einen Bungalow mit ca. 120 m² Wohnfläche ein Grundstück von rund 600 m² zu wählen. Diese Größe erlaubt es, das Haus so zu platzieren, dass rundum noch Gartenfläche bleibt – genug für Rasen, Beete, eine Terrasse und vielleicht ein Spielbereich für Kinder.

Warum so viel? Nehmen wir an, Ihr Bungalow hat 120 m² Wohnfläche und eine entsprechende Grundfläche. Bei einem GRZ-Wert von 0,3 dürfte Ihr Grundstück mindestens ~400 m² groß sein, um allein das Haus unterzubringen. Viele Baugebiete setzen aber GRZ 0,3-0,4 an, sodass Sie bei GRZ 0,4 auf 300 m² Mindestgrundstück kämen. Doch bedenken Sie: Garage, Carport oder ein gepflasterter Hof zählen mit zur bebauten Fläche und mindern das GRZ-Budget. Außerdem möchte man nicht das ganze Grundstück zubauen, sondern auch Grünfläche genießen. In der Praxis hat sich daher für einen familiengerechten Bungalow ein Grundstück um 500-650 m² als komfortabel erwiesen – je nach gewünschter Gartengröße. So bleibt genug Puffer für Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken und Sie können das Haus flexibel ausrichten.

Auch die Bauform des Bungalows spielt eine Rolle: Ein rechteckiger Baukörper ist flächenökonomisch, während ein Winkelbungalow (L-Form) etwas mehr Platz benötigt, da er sich in zwei Flügeln erstreckt. Ein Winkelbungalow mit z.B. 110 m² Wohnfläche kann einen schöneren Innenhof-Winkel schaffen, braucht aber ein breiteres Grundstück als ein schmaler Rechteck-Grundriss. Dennoch lassen sich Familienbungalows meist gut auf durchschnittlichen Grundstücken unterbringen, sofern diese nicht allzu schmal geschnitten sind.

Wer einen besonders großzügigen Bungalow plant – sei es mit Einliegerwohnung (z.B. für erwachsene Kinder oder Großeltern) oder mit einem Atrium (Innenhof) – der sollte ein erheblich größeres Grundstück einplanen. Solche Bungalows haben Wohnflächen von 140 m², 150 m² oder sogar deutlich mehr, oft mit ausgefallenen Grundrissformen (z.B. U-Form, Z-Form). Hier gilt als Faustformel: Lieber zu groß als zu klein parzellieren. Für einen Bungalow mit 150 m² Wohnfläche wird häufig mindestens 700 m² Grundstücksfläche empfohlen. Dieser Richtwert stammt aus der Praxis eines Massivhausherstellers und deckt sich mit Erfahrungswerten: So ein Grundstück bietet genügend Platz für das weitläufige Haus, eine Doppelgarage oder Carport, und rundum noch Garten, ohne dass alles zu eng wirkt.

Einliegerwohnung: Planen Sie einen Bungalow mit Einliegerwohnung, bedeutet das im Prinzip zwei Wohneinheiten unter einem (breiten) Dach. Neben der größeren Gesamtwohnfläche (z.B. +50 m² für die Einliegerwohnung) brauchen Sie häufig einen separaten Eingang, zusätzliche Stellplätze und ggf. eine klare Aufteilung von Terrassen/Gartenbereichen. All das schlägt sich im Platzbedarf nieder. Ein Bungalow mit Einlieger in Z-Form beispielsweise benötigt eine entsprechend große Grundfläche, damit beide Parteien genug Privatsphäre im Freien haben. Faustzahl: Rechnen Sie bei einer Einliegerwohnung mindestens 150-200 m² mehr Grundstück ein als für den gleichen Bungalow ohne Einlieger.

Atrium-Bungalow: Ein Atriumhaus (Bungalow mit innenliegendem Hof) stellt besondere Anforderungen an die Grundstücksgröße. Schließlich wird ein Teil der Fläche für den offenen Innenhof genutzt, der vom Haus umschlossen wird. Ist das Grundstück zu klein oder schmal, würde der Innenhof dem Wohnraum viel Fläche wegnehmen – das lohnt sich dann kaum. Daher sollte ein Atrium-Bungalow wirklich großzügig geplant werden: Ein längerer Bungalow mit Atrium kann leicht 150-180 m² bebauter Fläche haben, plus Terrassenwege etc. Hier sind Grundstücksgrößen ab etwa 800 m² aufwärts sinnvoll, um den besonderen Charme des Atriums voll auszuspielen. Je größer das Grundstück, desto besser können Sie Haus und Atrium ausrichten, ohne Kompromisse bei den umliegenden Gartenflächen einzugehen. Natürlich hängt dies sehr vom individuellen Entwurf ab – ein Architekt hilft, das optimale Verhältnis von Haus-, Atriums- und Gartenfläche zu finden.

Beispiel: Sie möchten einen Winkelbungalow mit 130 m² Wohnfläche und Doppelgarage bauen. Angenommen, Haus + Garage belegen etwa 160 m² Grundfläche. Bei GRZ 0,3 bräuchten Sie mindestens ~533 m² Grund, bei GRZ 0,4 rund 400 m².

Damit bliebe aber kaum Garten. Empfehlung: Suchen Sie ein Grundstück ab 650-700 m², so haben Sie ausreichend Luft für Abstände, eine schöne Terrasse im Winkel und Grün drumherum.


Zur Orientierung fasst die folgende Tabelle grobe Richtwerte für Grundstücksgrößen je nach Bungalow-Typ zusammen:

Bungalow-Typ (Wohnfläche)

Empfohlene Grundstücksgröße*

Kompakt (ca. 70-90 m²)

ca. 300-500 m² Grundstück

Familienbungalow (100-130 m²)

ca. 500-700 m² Grundstück

Groß (mit Einlieger/Atrium, >130 m²)

ab ca. 800 m² Grundstück


*Je nach Bebauungsplan, Zuschnitt und individuellen Wünschen kann der Bedarf variieren. Empfehlungen für 120 m² ≈ 600 m² und 150 m² ≈ 700 m² dienen als Anhaltspunkte.


Wie die Tabelle zeigt, steigt der Grundstücksbedarf mit der Wohnfläche und Bauform des Bungalows. Letztlich ist die ideale Grundstücksgröße aber immer individuell: Wer z.B. kein großer Gärtner ist, kommt eventuell mit weniger Außenfläche aus; andere wiederum planen vielleicht einen Pool oder Obstgarten und brauchen entsprechend mehr Raum. Im nächsten Abschnitt betrachten wir die wichtigsten Einflussfaktoren, die Sie bei der Planung des Bungalow-Grundstücks berücksichtigen sollten.

Einflussfaktoren: Was bestimmt den Platzbedarf?

Bei der Frage “Wie wähle ich das passende Grundstück für den Bungalow?” spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Hier sind die fünf wichtigsten Einflüsse auf die benötigte Grundstücksfläche – viele davon werden auch in Bebauungsplänen und Bauvorschriften vorgegeben:

1. Gewünschte Wohnfläche:

Die Quadratmeter des Bungalows sind der naheliegendste Faktor. Je größer die Wohnfläche, desto größer die Grundfläche des Hauses - und desto mehr Grundstück wird mindestens benötigt. Ein Bungalow wird „in die Breite gebaut“, um die erforderliche Wohnfläche zu erzielen. Plane also ausreichend Puffer um das Gebäude ein. Beachte: Bei sehr kleiner Grundstücksfläche musst du die Wohnfläche stark begrenzen. Es gibt zwar keine starre Mindestgröße für Grundstücke, doch unter ~300 m² wird es schwierig, einen familiengerechten Bungalow plus Garten unterzubringen.

2. Bauform und Grundriss des Bungalows:

Die Form des Hauses beeinflusst, wie es auf dem Grundstück platziert werden kann. Ein einfacher rechteckiger Bungalow lässt sich meist gut positionieren und lässt mehr zusammenhängende Gartenfläche übrig. Winkelbungalows (L-Form) nutzen oft eine Hausecke als Terrasse, was geschützte Sitzplätze ermöglicht - benötigen aber in Breite und Länge etwas mehr Platz. U-förmige oder Atrium-Bungalows erstrecken sich weitläufig um einen Innenhof, was eher quadratische, große Grundstücke erfordert. Auch die Dachform (Flachdach vs. Walmdach) kann Einfluss nehmen: Walmdächer haben meist größere Dachüberstände, die evtl. Abstände zur Grenze beeinflussen. Wichtig ist, den Grundstückszuschnitt (breit, schmal, tief, Ecke etc.) zum geplanten Haus passend zu wählen. Ein schmales, langes Grundstück kann einen verwinkelten Grundriss einschränken, während eine breite Eckparzelle sich dafür gut eignet.

3. Zusätzliche Bauwerke und Flächen:

Vergiss nicht die Nebenflächen, die ebenfalls Platz brauchen. Typische Beispiele: Garage oder Carport: Ein Doppelcarport etwa misst schon ca. 6×6 m = 36 m², die zur bebauten Fläche zählen (und somit GRZ beanspruchen). Auch ein Geräteschuppen oder Gartenhaus muss aufs Grundstück passen. Zufahrt und Wege: Benötigst du eine längere Auffahrt (etwa bei hinterer Baufläche) oder einen Fußweg zur Haustür? Diese Flächen gehen zwar nicht in die GRZ ein, verkleinern aber den nutzbaren Garten. Terrasse und Freisitz: Ein Bungalow lädt dazu ein, Terrassen ebenerdig anzulegen. Rechne z.B. 20-30 m² für eine schöne Terrasse ein. In vielen Bundesländern dürfen Terrassen zwar außerhalb der GRZ liegen (da nicht überdacht), dennoch beanspruchen sie physisch Platz auf dem Grundstück. Parkplätze: Neben der Garage sind evtl. zusätzliche Stellplätze für Besucher, ein Wohnmobil oder Anhänger gewünscht. Auch diese sollten im Lageplan berücksichtigt werden.

4. Abstandsflächen und Baurecht:

Gesetzliche Vorgaben aus dem Bebauungsplan oder der Landesbauordnung haben erheblichen Einfluss. Ein Mindestabstand zur Grundstücksgrenze ist nahezu immer einzuhalten (oft z.B. 3 m, je nach Bundesland und Gebäudehöhe). Das heißt, dein Haus darf nicht bis an den Rand gebaut werden, sondern es muss rundherum eine Pufferzone bleiben. Gerade bei schmalen Grundstücken begrenzen Abstandsflächen effektiv die maximal mögliche Hausbreite/-tiefe. Außerdem gibt der Bebauungsplan eine maximale bebaubare Fläche vor, typischerweise über die Grundflächenzahl (GRZ). Diese Kennziffer sagt aus, welcher Anteil des Grundstücks maximal überbaut werden darf. Beispiel: GRZ 0,4 bedeutet auf 1000 m² Grund dürften höchstens 400 m² durch Haus + Garage etc. bedeckt sein. In unserem Beispiel mit 250 m² Grundstück und GRZ 0,4 waren eben nur 100 m² Bebauung zulässig. Für Bungalow-Bauer heißt das: Wenn Haus und Nebenflächen größer ausfallen als die GRZ erlaubt, muss das Grundstück entsprechend größer sein, sonst bekommst du keine Baugenehmigung. Zusätzlich sind im Bebauungsplan oft Baugrenzen oder Baulinien eingezeichnet, die festlegen, wo auf dem Grundstück gebaut werden darf (z.B. einen bestimmten Abstand zur Straße). Prüfe also gründlich die örtlichen Vorschriften - sie bestimmen maßgeblich die nötige Grundstücksgröße mit.

5. Gewünschte Garten- und Freifläche:

Zu guter Letzt spielt deine persönliche Vorliebe eine Rolle: Wie viel Garten möchtest du haben? Manch einer bevorzugt ein kleines, pflegeleichtes Gärtchen, während andere sich einen weitläufigen Garten mit Rasen, Bäumen oder sogar Pool erträumen. Die gewünschte Größe des Gartenbereichs ist ein entscheidender Faktor für die Grundstücksgröße. Wenn du z.B. einen Teil als Gemüsegarten und eine Spielwiese für Kinder einplanst, sollte die unbebaute Fläche entsprechend groß sein. Denk auch an Privatsphäre: Ein größerer Garten schafft Abstand zu Nachbarn und ermöglicht möglicherweise, Fenster und Terrassen so zu platzieren, dass man ungestörter ist. Im Umkehrschluss kann bei sehr kleinem Grundstück der Garten knapp ausfallen oder direkt an den Nachbarzaun grenzen - überlege, ob das für dich ok ist.

Merke:

Die optimale Grundstücksgröße ergibt sich aus einer Kombination dieser Faktoren. Es lohnt sich, im Voraus eine Liste der Anforderungen zu machen (Wie groß soll das Haus werden? Brauchen wir eine Doppelgarage? Wie viel Garten wünschen wir uns? etc.). Anhand dieser Liste lässt sich der Flächenbedarf überschlagen. Viele Hausanbieter unterstützen dabei mit Beratung - so rät z.B. Town & Country Haus, „den Bebauungsplan zu prüfen und Zufahrten, Garage, Terrasse sowie gewünschte Gartengröße von Anfang an einzuplanen“. So vermeiden du, dass das Grundstück nachher zu klein gewählt wird.

Grundprinzipien der barrierefreien Gartengestaltung

Bevor du ein Grundstück kaufst oder deinen Entwurf festlegst, sollten du unbedingt die gesetzlichen Rahmenbedingungen checken. Denn gerade beim Bungalow, der ja eine größere Grundfläche erfordert, könnten Einschränkungen greifen. Hier die wichtigsten Punkte:

  • Bebauungsplan: Die meisten Gemeinden haben für Wohngebiete einen Bebauungsplan erlassen. Darin findest du u.a. die Grundflächenzahl (GRZ) und Geschossflächenzahl (GFZ), Baugrenzen, zugelassene Bauweisen und Geschosszahlen. Für Bungalows relevant: Ist ein eingeschossiges Bauen überhaupt erlaubt oder vorgesehen? (Oft ja, aber in manchen reinen Stadtgebieten möchte man zwei Geschosse.) Und wie hoch ist die GRZ? Für locker bebaute Wohngebiete liegt sie häufig bei 0,2-0,4. Je niedriger die GRZ, desto größer muss das Grundstück für einen Bungalow ausfallen, um die gewünschte Hausgröße zu realisieren. GFZ betrifft die Gesamtfläche aller Geschosse – beim Bungalow ist GFZ = GRZ, da nur ein Geschoss.
  • Abstandsflächen: Diese sind in den Landesbauordnungen geregelt und sollen sicherstellen, dass zwischen Häusern genug Abstand für Belichtung und Brandschutz bleibt. In vielen Fällen gilt eine Abstandsfläche von min. 3 m zur Grundstücksgrenze (bei normaler Wandhöhe), manchmal muss diese Fläche sogar auf dem eigenen Grundstück vollständig liegen. Praktisch bedeutet das: Du darfst z.B. nicht dichter als 3 m an die Grenze bauen, wodurch effektiv Rundum ein Bauwich entsteht. Bei einem kleinen Grundstück kann das den verfügbaren Baubereich stark einschränken. Allerdings lassen Bebauungspläne in eng bebauten Gebieten teils geringere Abstände oder bauen an einer Seite direkt auf Grenze (bei Garage) zu – solche Details erfährst du ebenfalls im Bebauungsplan oder von der Bauaufsichtsbehörde.
  • Baugrenze/Bauflucht: Viele Pläne zeichnen eine Baugrenze ein, z.B. 5 m von der Straße entfernt. Dein Gebäude (inkl. Überstände) darf diese Linie nicht überschreiten. Das ist wichtig für die Platzierung des Bungalows, gerade wenn das Grundstück nicht tief genug ist. In unserem Kontext heißt das: Wenn du einen Bungalow mit z.B. 12 m Tiefe bauen wollen, das Grundstück aber nur 20 m tief ist und vorne 5 m Baugrenze gilt sowie hinten 3 m Abstand, bleiben netto 12 m – passt genau, aber kein Zentimeter mehr. Solche Berechnungen solltest du vorab durchführen, um die Grundstücksgröße richtig einzuschätzen.
  • Einfahrt und Erschließung: Stell auch sicher, dass das Grundstück zugänglich ist und du eine Zufahrt bauen darfst. In engen Siedlungen kann es Beschränkungen für die Lage der Einfahrt geben. Zudem muss ein Bungalow-Grundstück natürlich erschlossen sein (Wasser, Abwasser, Strom). Die Erschließungsfläche (z.B. Privatweg auf’s Grundstück) zählt zwar nicht zur Baufläche, verringert aber nutzbaren Platz. Bei sehr großen Grundstücken unwichtig, bei kleineren jedoch zu beachten.

Ein Blick ins Baurecht zeigt: Das große Grundstück beim Bungalow ist keine Willkür, sondern oft vorgeschrieben. Achten daher auf die Vorgaben und hole im Zweifel frühzeitig eine Bauvoranfrage ein, ob dein Wunschbungalow auf dem ins Auge gefassten Grundstück genehmigungsfähig ist. Ein wichtiger Punkt ist auch das Umfeld: Laut §34 BauGB muss sich ein Bauvorhaben in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen. Steht dein Grundstück etwa mitten in einer Reihenhaussiedlung, könnte es Probleme bekommen, eine Baugenehmigung für einen solitären Bungalow zu erhalten, weil er nicht zur umgebenden Bauweise passt. In Neubaugebieten, wo Bungalows vorgesehen sind, ist das hingegen unkritisch.

Zusammengefasst: Das Baurecht setzt dem Bungalow bestimmte Grenzen, im wahrsten Sinne des Wortes. Doch innerhalb dieser Grenzen kannst du mit guter Planung viel herausholen und das Optimum aus deinem Grundstück machen.

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Tipps für die optimale Planung deines Bungalow-Grundstücks

Hast du das passende Grundstück gefunden oder in Aussicht, geht es an die Detailplanung. Wie positioniert man den Bungalow am besten? Wo kommen Terrasse und Zufahrt hin? Und wie holt man das meiste aus der Fläche heraus? Hier sind einige praxisnahe Tipps zur Grundstücksplanung, speziell für Bungalows:

  • Ausrichtung nach Himmelsrichtungen: Nutze die Sonne! Überlege dir, wie der Bungalow auf dem Grundstück platziert wird, damit wichtige Räume ausreichend Tageslicht bekommen. Ideal ist es oft, Wohn- und Essbereich nach Süden oder Südwesten auszurichten, sodass die Terrasse am Nachmittag und Abend Sonne abbekommt. Bei einem Winkelbungalow kannst du z.B. die Terrasse im geschützten Winkel nach Süden legen – so hast du Windschutz und Sonne zugleich. Schlafräume könnten eher nach Osten (Morgensonne) oder Norden (kühler) liegen, je nach Vorliebe. Denke auch an Verschattung: Ein Bungalow ist niedrig, d.h. hohe Bäume oder Nachbargebäude könnten schneller Schatten werfen. Prüfe den Sonnenlauf auf dem Grundstück, um die Position des Hauses entsprechend zu wählen.
  • Privatsphäre schaffen: Da im Bungalow alle Fenster und Aufenthaltsräume ebenerdig liegen, spielt Sichtschutz eine große Rolle. Du möchtest vermutlich nicht, dass Spaziergänger oder Nachbarn direkt ins Wohnzimmer blicken. Durch geschickte Platzierung des Hauses kannst du hier einiges steuern. Beispiel: Setze den Bungalow nicht mittig wie auf dem Präsentierteller, sondern etwas versetzt, sodass z.B. ein Vorgarten zur Straße entsteht und der Wohnbereich nach hinten orientiert ist. Ein Winkel- oder U-förmiger Grundriss hilft ebenfalls, einen Innenhof oder geschützten Gartenbereich zu schaffen, der nicht einsehbar ist. Nutze außerdem Zäune, Hecken oder Mauern im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten, um dein Grundstück abzuschirmen. Bei größeren Grundstücken lässt sich durch Abstand automatisch mehr Privatsphäre gewinnen. Auf kleineren Grundstücken kann es sich lohnen, auf einer Seite dichter an die Grenze zu bauen (sofern zulässig) und dafür auf der anderen Seite mehr Freiraum für deinen Garten zu haben.
  • Innen- und Außen verbinden: Ein großer Vorteil des Bungalows ist die unmittelbare Nähe zum Garten – drinnen und draußen gehen fließend ineinander über. Mache dir das zunutze, indem du Terrassen, Wege und Gartenzonen gezielt planst. Vielleicht richtest du den Hauswirtschaftsraum mit einem Ausgang zum Gemüsebeet ein, oder du planst eine Frühstücksterrasse vor der Küche nach Osten für die Morgensonne. Auch ein umlaufender Gartenweg (barrierefrei, ohne Stufen) kann sinnvoll sein, damit du das Haus bequem von allen Seiten erreichen kannst. Denke dabei an später: Für Senioren ist es ideal, wenn rund ums Haus alles eben ist. Die Barrierefreiheit hört nämlich nicht an der Haustür auf – auch der Garten sollte ohne Stolperfallen gestaltet werden. Plane z.B. genügend Platz für breite Wege (Rollator-tauglich) und vermeide enge Stellen zwischen Haus und Zaun.
  • Genügend Gartenfläche einplanen: Überlege konkret, wie du deinen Garten nutzen möchtest. Soll es eher Rasenfläche zum Spielen sein, oder lieber Ziergarten mit Beeten? Möchtest du eventuell in Zukunft einen Pool oder ein Gartenhaus ergänzen? Reserviere dafür Platz. Ein größeres Grundstück gibt dir natürlich mehr Freiheit bei künftigen Ideen. Auf kleineren Grundstücken kannst du optisch tricksen, indem du die Fläche clever aufteilst (z.B. Nutzgarten hinterm Haus, Terrasse nah am Wohnzimmer, Sichtachsen offen lassen, damit es größer wirkt). Ein wichtiger Tipp: Lege die Terrasse möglichst direkt an Wohn- oder Esszimmer an, um kurze Wege zu haben. In einem Bungalow ist das meist einfach, weil kein Höhenunterschied da ist. Überlege auch, wo ggf. Schattenplätze oder überdachte Bereiche sinnvoll sind, da der Bungalow selbst nur eingeschränkten Schatten wirft (er ist ja nur ein Geschoss hoch).
  • Garage und Stellplätze sinnvoll anordnen: Oft werden Garagen beim Bungalow seitlich oder vorne an der Grundstücksgrenze geplant (manchmal darfst du direkt an die Grenze bauen, was Platz spart). Ein Carport kann auch etwas vom Haus abrücken, um den Blick nicht zu verstellen. Wichtig ist, dass Fahrzeuge rangieren können: Bei einer Doppelgarage sollten z.B. vor der Garage mindestens 5-6 m Platz bis zur Straße sein, sonst wird das Einparken mühsam. Plane Stellplätze so, dass sie die Gartengestaltung nicht stören – vielleicht kannst du sie mit einer Hecke abtrennen oder seitlich des Hauses verstecken. Denke auch an Besucher-Parkmöglichkeiten, falls das bei dir häufig vorkommt.
  • Reserviere Erweiterungsfläche: Leben ist Veränderung – vielleicht möchtest du später eine Terrasse vergrößern, einen Wintergarten anbauen oder ein Gewächshaus aufstellen. Ist das Grundstück groß genug, sind solche Erweiterungen kein Problem. Bei sehr knapp bemessenen Grundstücken stößt du dagegen schnell an Grenzen, sowohl räumlich als auch was die Bebauungsgrenze angeht. Ein kleiner Puffer an freier Fläche kann daher nicht schaden. Überlege z.B., ob du den Bungalow zunächst ohne Garage baust und diese später ergänzen möchtest – dann sollte der Platz dafür freibleiben. Oder behalte im Hinterkopf, wo evtl. eine Photovoltaikanlage mit Speicherhäuschen hinkommen könnte etc. Selbst wenn du heute nichts dergleichen planst: Ein etwas größeres Grundstück gibt dir einfach mehr Flexibilität für die Zukunft.

Zu guter Letzt: Bezieh die künftigen Bewohner mit ein. Hast du Kinder, lass sie ruhig beim Gartenplan mitreden (Stichwort: Spielgeräte, Rückzugsorte). Oder plane im Alter mit einer Pflegekraft zu Hause, denk an eine mögliche zufahrt für Ambulanz oder einen barrierefreien Zugang. All das sind zwar Details, aber sie wirken sich auf die ideale Grundstücksgestaltung aus.

Beispielrechnungen: Wie viel Grundstück braucht welcher Bungalow?

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Wohnfläche, GRZ und Grundstücksgröße zusammenhängen, hier noch einmal zwei Rechenbeispiele:

Beispiel 1: Kleiner Bungalow, 80 m²

Angenommen, der Bebauungsplan erlaubt GRZ 0,4. Für 80 m² Hausfläche bräuchtest du dann mindestens 80 m² ÷ 0,4 = 200 m² Grundstück, um die Grundfläche unterzubringen. Wenn du zudem eine 20 m² Terrasse und einen 20 m² Carport baust (die beide nicht komplett zur GRZ zählen, aber der Einfachheit halber angenommen), erhöht sich die versiegelte Fläche auf ~120 m². Um diese Fläche bei GRZ 0,4 unterzubringen, wären 120 m² ÷ 0,4 = 300 m² Grundstück nötig. Mit 300 m² hättest du aber praktisch kaum Garten übrig, da fast alles belegt wäre. Realistischer sind daher etwa 400 m², womit rund 100 m² für Grünfläche bleiben - ausreichend für einen kleinen Garten.

Beispiel 2: Großer Bungalow, 150 m²

Nehmen wir GRZ 0,3 an (übliche Auflage in Neubaugebieten mit Einfamilienhäusern). Allein das Haus erfordert 150 m² ÷ 0,3 = 500 m² Grundstück, um die Grundfläche legal abzubilden. Kommen noch Nebenflächen hinzu (Garage z.B. 30 m², Wege 20 m²), sind wir bei 200 m² bebaut. Diese dürften laut GRZ 0,3 erst auf ≈667 m² Grundstück stehen. Hier sieht man: Ein großes Haus in einem locker zu bebauenden Gebiet braucht massig Platz. Die zuvor erwähnten 700 m² Mindestgröße für 150 m² Wohnfläche erscheinen also durchaus plausibel - in vielen Fällen wählen Bauherren sogar 800-900 m², um noch einen großen Garten zu haben. Der finanzielle Mehraufwand für mehr Land macht beim Gesamthaus meist nur einen Teil der Kosten aus, bringt aber viel Lebensqualität.

Diese Rechenbeispiele verdeutlichen: Unter einem gewissen Grundstücksminimum geht es kaum, wenn man einen Bungalow mit vernünftiger Ausstattung (Garage, Terrasse, Garten) möchte. Gleichzeitig muss es aber auch nicht immer das allergrößte Grundstück sein – entscheidend ist ein gutes Verhältnis zwischen Hausgröße und Grundstücksfläche. Im nächsten Abschnitt geben wir hierzu ein paar Spartipps.

Luftaufnahme eines Baugebiets mit rotem Standortmarker, Darstellung von Grundstückssuche und regionaler Nähe von Vionda Haus
Vionda Bungalow optimal geplant auf effizient genutzten Grundstücken – clevere Flächenaufteilung reduziert Kosten und schafft gleichzeitig Komfort und ausreichend Freiraum.

Spartipps: Warum nicht immer das größte Grundstück die beste Wahl ist

Angesichts der bisherigen Ausführungen könnte man meinen: Je größer das Grundstück, desto besser – insbesondere für einen Bungalow. Doch das stimmt nicht uneingeschränkt. Natürlich bringt ein weitläufiges Grundstück Freiraum und Privatsphäre, aber es hat auch Nachteile und Kosten. Hier ein paar Überlegungen, warum nicht immer das Maximum an Grundstücksfläche nötig oder sinnvoll ist:

  • Kostenfalle großes Grundstück: Grundstücke werden in Euro pro Quadratmeter verkauft – mehr Fläche kostet also zunächst einmal mehr Geld. Zwar sinkt oft der Quadratmeterpreis bei sehr großen Grundstücken etwas, weil solche Flächen schwieriger zu verkaufen sind. Doch unterm Strich zahlst du für ein 1.000 m² Grundstück eben doppelt so viel wie für 500 m² (bei gleichem qm-Preis). Du solltest dich daher fragen: Brauchst du wirklich z.B. 1.000 m²? Oder reichen dir 600 m² vollkommen aus? Den eingesparten Kaufpreis kannst du ins Haus oder in den Garten (Gestaltung) investieren. Außerdem fallen bei größeren Grundstücken auch höhere Nebenkosten an – Grunderwerbsteuer, eventuell höhere Vermessungskosten und später auch mehr Grundsteuer.

  • Passendes Maß finden: Es geht also um das optimale Maß. Nicht zu klein – das haben wir erläutert, was dann fehlt – aber auch nicht unnötig groß. Oft lohnt es sich, verschiedene Grundstücke zu vergleichen. Vielleicht stellst du fest, dass 700 m² bereits alle deine Anforderungen abdecken, obwohl auch 900 m² verfügbar wären. Dann kannst du gezielt abwägen, ob dir die zusätzlichen 200 m² den Aufpreis wert sind. Denke auch an die Erschließungskosten: Bei sehr großen Grundstücken müssen eventuell längere Zuleitungen gelegt werden oder mehr Fläche eingefriedet werden – was ebenfalls kostet.

  • Grundstückszuschnitt vs. Größe: Manchmal ist die Form des Grundstücks wichtiger als die absolute Fläche. Ein 600 m² Grundstück, das schön rechteckig und eben ist, kann besser zu bebauen sein als ein 800 m² Grundstück, das sehr schmal oder verwinkelt ist. Wenn du sparen möchtest, schau gezielt auf Grundstücke, die optimal zum Bungalow passen, auch wenn sie etwas kleiner sind. Ein clever geschnittenes Grundstück kann einen Bungalow effizient aufnehmen, ohne dass viel Fläche „verschenkt“ wird. Unförmige, steile oder verwachsene Grundstücke brauchen dagegen oft mehr Puffer.

  • Verhandeln und Alternativen: Bedenke, dass Grundstückspreise manchmal verhandelbar sind, besonders bei größeren Flächen. Manch privater Verkäufer ist froh, wenn sein großes Grundstück in gute Hände kommt und gibt es günstiger ab, wenn du es komplett nimmst. Hier kannst du eventuell einen Teil später weiterverkaufen oder als Reserve lassen. Alternativ könntest du mit einem etwas kleineren Grundstück ins Rennen gehen und später in der Nachbarschaft Flächen dazu pachten (z.B. einen angrenzenden Grünstreifen als Gemüsegarten). Solche kreativen Lösungen können Geld sparen.

  • Pflege und Aufwand: Ein großes Grundstück will auch gepflegt werden. Mehr Rasen mähen, mehr Hecken schneiden, im Herbst mehr Laub fegen – der Unterhalt bedeutet Zeit oder Geld (für einen Gärtner). Viele Bauherren träumen anfänglich vom parkähnlichen Garten, merken aber später, dass die Pflege aufwendig ist. Wenn du kein begeisterter Gärtner bist, fährst du mit einem moderateren Grundstück oft besser. Du kannst einen kleineren Garten schön anlegen und pflegeleicht gestalten. Und solltest du doch den Wunsch nach mehr Grün haben: In ländlichen Lagen schließt ja oft Landschaft an, du musst nicht alles selbst besitzen.

Kurz gesagt: Das größte Grundstück ist nicht automatisch die beste Wahl. Es gilt, den persönlichen Bedarf realistisch einzuschätzen. Viele Bauherren stellen fest, dass ein mittelgroßes Grundstück mit durchdachter Planung völlig ausreicht, um den Bungalowtraum zu erfüllen. Und ein etwas kleineres Grundstück in guter Lage kann am Ende lebenswerter sein als ein riesiges Grundstück irgendwo abseits.

Regionale Besonderheiten: Grundstücksgrößen in Wittenberg, Leipzig, Potsdam & Umgebung

Je nachdem, wo du bauen möchtest, können sich typische Grundstücksgrößen stark unterscheiden. In Ballungsräumen sind Bauplätze oft rar und klein, während ländliche Regionen großzügige Parzellen zu moderaten Preisen bieten. Da Vionda – als Zweitmarke der HIS Hausbau GmbH – vor allem in Regionen wie Wittenberg, Nordsachsen, Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau, Potsdam-Mittelmark, Potsdam und Leipzig aktiv ist, werfen wir einen Blick auf diese Gebiete:

Mann und Frau sitzen eng beieinander und schauen gemeinsam auf Unterlagen vor einem Laptop.
Vionda Bungalow Planung abgestimmt auf regionale Grundstücksgrößen in Wittenberg, Leipzig, Potsdam und Umgebung – für optimale Flächennutzung und individuelles Wohnen je nach Lage.
  • Lutherstadt Wittenberg und Umgebung: In Wittenberg (Sachsen-Anhalt) finden Bauherren noch vergleichsweise große Grundstücke zu vernünftigen Preisen. Die durchschnittliche Grundstücksgröße liegt hier bei rund 600 m² (Median ca. 586 m²), was für Bungalow-Bauer komfortabel ist. Viele Neubaugrundstücke haben Größen zwischen 500 und 800 m². In den ländlichen Orten im Kreis Wittenberg sind auch 1000 m² und mehr keine Seltenheit – dort sind große Gärten beliebt, und der Quadratmeterpreis ist moderat (teils deutlich unter 100 €/m²). Wer also in dieser Region baut, kann meist mit ausreichend Platz planen und ggf. auch einen größeren Bungalow gut unterbringen. Beachten sollte man jedoch die Infrastruktur: In kleinen Dörfern sind zwar Grundstücke groß und günstig, aber man braucht ein Auto für Wege des Alltags. Hier gilt es, den Kompromiss zwischen Grundstücksgröße und Lage zu finden.
  • Nordsachsen (Region Torgau, Eilenburg etc.): Nordsachsen ist ähnlich strukturiert – eher ländlich mit einigen Mittelstädten. Grundstücke dort sind oft großzügig bemessen, was der Abwanderung der Bevölkerung in der Vergangenheit geschuldet ist (es gibt viele Baugrundstücke auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen). Ohne genaue Zahl lässt sich sagen: Ein Bungalow lässt sich in Nordsachsen in der Regel nicht an der Grundstücksgröße scheitern – Parzellen von 7001000 m² sind nicht ungewöhnlich. Allerdings sollte man auf den Zuschnitt achten: In Dörfern gibt es manchmal sehr langgezogene Grundstücke („Handtuch-Grundstücke“), die zwar groß wirken (z.B. 20 × 50 m = 1000 m²), aber durch ihre schmale Breite das Bauen eines breiten Bungalows erschweren könnten. Hier hilft es, einen L-förmigen Grundriss zu wählen, um die Länge auszunutzen.
  • Anhalt-Bitterfeld und Dessau-Roßlau: Diese Region vereint ländliche Gegenden und die Stadt Dessau-Roßlau. Dessau-Roßlau selbst als Stadt hat eher kleinere durchschnittliche Grundstücke – laut Auswertung liegen Angebote hier im Schnitt bei etwa 460 m² (Median ~300 m²), was auf ein städtisch geprägtes Marktsegment hindeutet. Für einen Bungalow in Dessau-Stadt muss man also u.U. mit kleineren Bauplätzen arbeiten; hier wäre ein kompakter Bungalow oder ein Doppelbungalow eine Option, sofern zulässig. Im Umland (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) hingegen gibt es viele Baugebiete mit größeren Grundstücken. Gerade in den Dörfern oder Kleinstädten wie Köthen, Bitterfeld-Wolfen etc. sind 600-800 m² normal. Ein Blick auf Oranienbaum-Wörlitz, Raguhn-Jeßnitz oder Aken zeigt, dass dort ebenfalls größere Grundstücke verfügbar sind (die Region weist teils sehr niedrige Bodenpreise auf, um 30-120 €/m²). Wer also im Raum Anhalt-Bitterfeld einen Bungalow plant, kann tendenziell mit mehr Fläche zum gleichen Preis rechnen als jemand, der näher an Leipzig oder Potsdam baut.
  • Potsdam und Potsdam-Mittelmark: Diese Region in Brandenburg, inklusive der Landeshauptstadt Potsdam, gehört zu den begehrten Wohnlagen (Nähe Berlin). In Potsdam selbst sind Baugrundstücke Mangelware und wenn, dann oft relativ klein und teuer. Der Median der angebotenen Grundstücksgrößen in Potsdam liegt bei etwa 700 m² (wobei die Spannweite groß ist). Das heißt, viele Bauplätze in Potsdam sind um einiges kleiner – es gibt etliche Teilungen mit 300-500 m² im Stadtbereich, aber auch mal Ausnahmen mit über 1.000 m² am Stadtrand. Für Bungalow-Bauer in Potsdam bedeutet das: Man muss eventuell Kompromisse eingehen, was die Größe angeht, oder auf die umliegenden Gemeinden ausweichen. Potsdam-Mittelmark, der umliegende Landkreis, bietet in Orten wie Teltow, Kleinmachnow, Werder (Havel) oder Michendorf ebenfalls Baugrund, allerdings ebenfalls nicht günstig. Dort sind Grundstücke mit 600-800 m² in Neubaugebieten typisch, in exklusiven Lagen (z.B. Kleinmachnow) aber auch sehr teuer. Der Vorteil der Mittelmark: Je weiter man vom Berliner Speckgürtel rauskommt, desto größer und erschwinglicher werden die Grundstücke. In Gemeinden Richtung Fläming oder Hoher Fläming (z.B. Niemegk) sind Preise und Grundstücksgrößen bereits deutlich entspannter. Wer also rund um Potsdam einen Bungalow plant, sollte prüfen, wie wichtig ihm die Stadtlage ist. Ein etwas entfernter gelegener Ort könnte mehr Grundstück fürs Geld bedeuten – ideal für einen größeren Bungalow mit Garten.
  • Leipzig und Umland: Leipzig (Sachsen) boomt, und das zeigt sich auch auf dem Grundstücksmarkt. In der Stadt Leipzig selbst sind freie Bauplätze rar; oft werden Baulücken mit kleinen Grundstücken (300-500 m²) geschlossen, die für Reihenhäuser oder Stadtvillen gedacht sind. Ein Bungalow braucht da schon etwas Glück – entweder ein größeres Grundstück durch Abriss oder in Randlagen. Die durchschnittliche Grundstücksgröße in Leipzig und Umgebung wurde in einer Statistik mit rund 1.287 m² angegeben, doch das ist verzerrt durch Ausnahmen; der Median lag dort bei nur ca. 700 m² oder weniger. Das spiegelt die Realität wider: Im Innenstadtbereich sind Grundstücke sehr klein und teuer, am Stadtrand hingegen entstehen neue Einfamilienhaussiedlungen mit großzügigeren Parzellen um 600-800 m². Der angrenzende Landkreis (Nordsachsen und Landkreis Leipzig) bietet wiederum ländliche Optionen: In Orten wie Taucha, Markkleeberg oder Markranstädt findet man häufig Grundstücke um 500-700 m² in Neubaugebieten, was auch für Bungalows machbar ist. Interessant: Sehr große Grundstücke (>1000 m²) sind in Leipzig manchmal überraschend preisgünstig pro m², da sie sich schwerer bebauen oder verkaufen lassen. Wer also viel Land möchte, könnte theoretisch in Leipzig eine größere Alt-Immobilie mit Grundstück kaufen – aber Achtung, die Folgekosten (Erschließung, Pflege) sind höher.

Fazit regional: In den genannten Regionen gibt es ein breites Spektrum. Wittenberg, Nordsachsen und ländliche Gebiete punkten mit großen, bezahlbaren Grundstücken – hier kann man seinen Bungalowtraum oft ohne Flächenknappheit umsetzen. Städtische Lagen wie Potsdam oder Leipzig erfordern mehr Planung und oft Abstriche bei der Grundstücksgröße (oder ein höheres Budget). Potsdam-Mittelmark und das Leipziger Umland bieten einen Mittelweg: noch relativ gute Grundstücksgrößen, aber eben je nach Gemeinde auch recht hohe Preise. In jedem Fall lohnt es sich, die regionalen Grundstücksangebote zu vergleichen. Vionda als Bauträger vor Ort kennt den Markt und kann helfen, im jeweiligen Kreis das passende Angebot zu finden – ob kompakte Stadtsiedlung oder großzügiges Landgrundstück.

Mit guter Planung wird jeder Bungalow zum Traumhaus

Die ideale Grundstücksgröße für einen Bungalow hängt immer von deinen individuellen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen ab. Es gibt keine universelle Zahl in Quadratmetern, die für alle gilt. Dennoch hast du gesehen, dass gewisse Mindestgrößen sinnvoll sind, damit ein Bungalow sein volles Potenzial entfalten kann – Wohnen auf einer Ebene, mit Licht, Luft und genügend Freiraum drumherum. Ob es nun 400 m² für einen Mini-Bungalow sind oder 800 m² für die luxuriöse Atriumvilla: Entscheidend ist, dass Haus, Grundstück und du als Bewohner zueinander passen.

Nimm dir bei der Planung Zeit und ziehe Fachleute hinzu. Grundstückssuche und Hausplanung sollten Hand in Hand gehen. Ein vorausschauend ausgewähltes Grundstück erspart dir später Kompromisse. Denke an alle relevanten Punkte: Größe, Form, Lage, Vorschriften – dann steht deinem Bungalowtraum nichts mehr im Weg. Und bedenke: Ein Bungalow auf einem großen Grundstück muss nicht teurer sein als ein Stadthaus auf kleinem Grund – oft ist sogar das Gegenteil der Fall, da die Bauweise günstiger sein kann. Es kommt auf die Gesamtplanung an.

Am Ende profitierst du von den einzigartigen Vorteilen des Bungalows: Wohnen auf einer Ebene, barrierefrei bis ins hohe Alter, großzügige Raumwirkung und eine enge Verbindung von drinnen und draußen. Mit dem richtigen Grundstück kannst du diese Vorteile voll auskosten – dein Bungalow wird zu deinem ganz persönlichen Traumhaus.

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Vionda Haus 90 Bungalow mit Terrasse im Abendlicht und Naturgarten

Kurzum: Regional angepasste Gartengestaltung zahlt sich aus. Du bekommst einen Bungalow-Garten, der nicht nur deinen persönlichen Wünschen entspricht, sondern auch optimal ins Umfeld passt und langfristig funktioniert. Vionda steht dir in all den genannten Regionen mit Rat und Tat zur Seite – von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung deines Traumgartens.

Zu sehen ist die Marke HIS Hausbau GmbH die die Expertenmarke Vionda Haus erschaffen hat. Ein Paar hält glücklich und zufrieden den Haustürschlüssel zu ihrem Eigenheim Bungalow.

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Vionda Haus ist die neue Expertenmarke der HIS Hausbau GmbH. Seit über 25 Jahren bauen wir Massivhäuser in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Über 1.500 Projekte sprechen für die Erfahrung und Verlässlichkeit. Mit Vionda Haus setzen wir einen klaren Schwerpunkt. Bungalows als Lebenskonzept. Kunden profitieren von der Spezialisierung und Individualität  von Vionda Haus und gleichzeitig von der Sicherheit, Kompetenz und regionaler Nähe. 

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